Zukunft ist keine Lotterie

Alle brauchen gute Zugänge zum Arbeitsmarkt. Doch trotz guter Abschlüsse und großer Leistungsbereitschaft wird der Einstieg ins Berufsleben für viele junge Menschen und Absolvent*innen unsicherer. Das ist kein persönliches Scheitern. Wenn Perspektiven vom Zufall oder von Netzwerken abhängen, läuft etwas falsch.

Eine Ausbildung ist genauso viel wert wie ein Studium. Das muss sich in Anerkennung und Förderung zeigen. Und gute Arbeit entsteht nicht von allein: Wenn das Land Unternehmen unterstützt, soll es dafür Tarifbindung, faire Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsgarantien verlangen. Dafür brauchen wir ein „Bündnis für Arbeit” mit Gewerkschaften, Wirtschaft und Wissenschaft.

Perspektiven müssen außerdem ein Leben lang möglich sein. Wer Pflege- und Sorgearbeit organisiert, darf dadurch keine beruflichen Nachteile haben. Noch immer fangen vor allem Frauen fehlende Betreuung und Unterstützung auf und stecken auf dem Arbeitsmarkt zurück. Das ist ungerecht und wirtschaftlich kurzsichtig. Bessere Rahmenbedingungen für Frauen sind keine Wohltat, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

Das will ich ändern:

  • Mehr Unterstützung für Studierende aus nicht-akademischen Familien
  • Berufliche und akademische Ausbildung gleichstellen: gleiche Anerkennung, gleiche Förderung
  • Mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit und bessere Karrierechancen für Frauen
  • Tarifbindung als Bedingung: staatliche Förderung nur für Unternehmen mit guten, tarifgebundenen Arbeitsplätzen und Beschäftigungsgarantien